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Gelbe Tonne oder Wertstofftonne? AWM und Duales System verhandeln über Pilotphase

Was lange währt, wird endlich gut (hoffentlich). Die Landeshauptstadt München gibt endlich ihre Blockade-Haltung auf und folgt einer Flut an Anträgen aus dem Stadtrat, den Bezirksausschüssen und der Bürgerschaft, die eine Reform der Wertstoffsammlung gefordert hatten.  Der Münchner Abfallwirtschaftsbetrieb (AWM) hat plant, mit den Dualen Systemen Verhandlungen zu führen, damit ab 2024 Pilotprojekte in fünf Stadtbezirken durchgeführt werden können: In zwei Gebieten soll die Gelbe Tonne, in weiteren zwei die Wertstofftonne und in einem der Gelbe Sack pilotiert werden. Das Projekt soll wissenschaftlich begleitet werden, damit ab 2027 das beste System im ganzen Stadtgebiet ausgerollt werden kann.

Die Fraktion ÖDP/München-Liste hat seit Jahren gefordert, dass die Landeshauptstadt München stärker gegen das Müll-Chaos bei den Wertstoffinseln vorgehen und die Recycling-Quote erhöhen soll. München ist die einzige deutsche Großstadt, die nicht auf ein Holsystem für den Verpackungsmüll setzt, obwohl Erfahrungen zeigen, dass so die gesammelten Wertstoffe deutlich erhöht werden können und ein geringer Anteil der Kunststoffe dem Kreislauf entzogen wird.

Nicola Holtmann, Stadträtin: „Wir freuen uns, dass die Landeshauptstadt München und der AWM sich für Ideen aus dem Stadtrat und der Bürgerschaft öffnen und nun Alternativen zum Verpackungsmüll-Bringsystem testen möchten. Ich bin überzeugt, dass wir mit der Wertstofftonne oder der gelben Tonne die Recycling-Quote erhöhen können und habe dazu auch Kontakt mit Expert:innen und dem Augsburger Abfallwirtschaftsbetrieb gesucht. Die Tage des ‚Bringsystems‘ sind gezählt.“

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