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Regenwasser-Agentur für München – Schwammstadtkonzept umsetzen

Wasser ist der Ursprung allen Lebens. Doch gerade in Zeiten des Klimawandels stellt es uns oftmals vor große Herausforderungen. Während einerseits Trockenheitsperioden häufiger werden, nehmen andererseits auch Starkregenereignisse zu, die dazu führen, dass die Kanalisation immer häufiger an ihre Grenzen stößt.

München ist die Hauptstadt des Regens. In keiner anderen deutschen Metropole fällt so viel Jahresniederschlag wie bei uns: rund 1000 Liter/m2. Daher bietet es sich besonders an, das Schwammstadtkonzept umzusetzen, damit das Wasser als Ressource in der Stadt gehalten wird, anstatt über die Kanalisation entsorgt zu werden.

Die Fraktion ÖDP/München-Liste regt in ihrem Antragspaket daher konkrete Maßnahmen und Ziele an, damit München schnellstmöglich zur funktionierenden Schwammstadt wird:

  • Es soll eine Regen-Agentur nach Berliner Vorbild etabliert werden, die den ökologisch sinnvollen und klimaangepassten Umgang mit Regenwasser in München voranbringt. Bis Ende 2022 soll diese mit der Stadtverwaltung verbindliche Maßnahmen erarbeiten.
  • Außerdem sollen alle neuen oder sanierungsbedürftigen Plätze (Schulhöfe, Sport- und Parkplätze etc.) unversiegelt geplant und gebaut werden. Bestehende Flächen sollen soweit möglich entsiegelt werden.
  • Bei der Erneuerung von Bestandsstraßen soll das Niederschlags- und Schmutzwasser getrennt und eine Niederschlagswasser-Versickerung in das Straßenbegleitgrün geplant werden.

 

Nicola Holtmann, Umweltpolitische Sprecherin: „Unser Wasser ist zu kostbar, um einfach in der Kanalisation zu verschwinden. Die breite Mehrheit des Stadtrats hat das Schwammstadtkonzept in mehreren Beschlüssen abgesegnet – jetzt müssen wir aber auch ins Handeln kommen. Grundlegende und international bereits jahrelang erprobte effektive Maßnahmen sollen in der LH München ab sofort umgesetzt werden.

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender, Gewässerökologe (FH): „Leider zeigt sich immer wieder, dass unsere Kanalisation dem Bevölkerungswachstum nicht Schritt hält. Dadurch wird bei Starkregenereignissen teilweise ungereinigtes Schmutzwasser einfach in die Isar geleitet, weil das Abwassersystem überlastet ist. Wenn wir es schaffen, dass Regenwasser im Boden gehalten und dort natürlich gefiltert wird, können wir die negativen Folgen von Extremwetterereignissen abfedern.“

 

 

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