Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Sexismus auf Baustellen - #MeToo in Freiham nicht angekommen?

#MeToo und die zu Recht geführten Sexismus-Debatten sind an einigen wohl komplett vorbei gegangen. Nach dem jüngsten CSU‘schen ‚Königinnen-Eklat‘ gibt es auch in München einen Aufreger: Auf der Baustelle in Freiham steht ein Beton-Silo mit einem aufreizend bekleideten, lasziv dreinschauenden, blonden Pinup-Girl und der der zweideutigen Aufschrift „Gut gebaut!“ stehen darf. Sexismus pur mitten in Europas größtem Neubaugebiet – und das auch noch in der Nähe des Schulcampus!

Die Fraktion ÖDP/München-Liste beantragt daher, dass die staatliche (!) Stadibau auf deren Baufeld an der Ecke Roman-Herzog-Straße/ Aubinger Allee sich das Silo befindet, angewiesen wird die sexistischen und diskriminierenden Werbeanzeigen auf ihrer Baustelle in Freiham zu entfernen. Zukünftig sollen zudem solche sexistischen Zurschaustellungen nicht mehr vorkommen. Firmen, die sexistische Darstellungen verbreiten, sollen von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen werden.

Trotz Quartiersmanagement und zahlreicher Begehungen durch die Stadtverwaltung im Neubaugebiet, scheinen die mehrere quadratmetergroßen Darstellungen, entweder bis dato nicht aufgefallen oder gar ignoriert worden zu sein.

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender ÖDP/München-Liste: „Wir haben in München zwei Bürgermeisterinnen, eine Baureferentin und eine Planungsreferentin – das diskriminierende und sexistische Frauenbild, das auf der Baustelle in Freiham zur Schau gestellt wird, passt da überhaupt nicht dazu! Hauptsache die Dame ist ‚gut gebaut‘, innere Werte oder ihre fachliche Expertise sind unwichtig. Sexistische Werbung ist weder lustig noch angemessen. Hunderte Kinder und Jugendliche gehen täglich an dem Silo vorbei – wollen wir wirklich, dass sie mit solchen Darstellungen konfrontiert werden?“

Zurück