Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

Wem gehört die Stadt? Keine kommerziellen Messen auf öffentlichen Plätzen

Die Fraktion ÖDP/München-Liste und die Fraktion DIE LINKE./DIE Partei fordern in einem gemeinsamen Antrag, dass in München keine öffentlichen Plätze mehr als Ausstellungsflächen für kommerzielle Messen zur Verfügung gestellt werden. Die Landeshauptstadt München soll künftig nicht mehr das Hausrecht aus der Hand geben.

Wem gehört die Stadt?

In den vergangenen Wochen könnte man den Eindruck erlangt haben, dass Mercedes, BMW und Co. in der Stadt das Sagen haben. Schließlich waren es die Auto-Hersteller, die im Rahmen der IAA bestimmen konnten, wer die Innenstadt wie passieren durfte und wie sich die Innenstadt zu präsentieren hatte. Sogar der historisch sensible Odeonsplatz wurde mal eben asphaltiert, um das Münchner Stadtbild mit einer überdimensionierten Carrera-Bahn zu „verschönern“.

„Public Spaces“ statt „Open Spaces“!

Unabhängig vom Thema künftiger Messen sollte sich die Landeshauptstadt München das Zepter nicht mehr aus der Hand nehmen lassen. Es sollten keine Ausnahmen mehr von den vom Stadtrat beschlossenen „Richtlinien für Veranstaltungen auf öffentlichem Verkehrsgrund" geben. Dadurch könnte verhindert werden, dass Messestände die Innenstadt blockieren.

Platz genug für Messen aller Art gibt es auf dem Gelände der Messe München: Diese verfügt mit 200.000 qm Hallenfläche (entspricht der Fläche von ca. 28 Fußballfeldern) und 414.000 qm Freigelände (entspricht der Fläche von ca. 58 Fußballfeldern)  über ausreichend große Ausstellungsflächen und ist sehr gut an den ÖPNV angebunden.

Sonja Haider, Mobilitätspolitische Sprecherin: „Die Münchner Innenstadt gehört den Bürger:innen. Es ist inakzeptabel, dass kommerziellen Messeständen die gute Stube der Stadt einfach zur Verfügung gestellt wird und Passanten kaum noch durchkommen. Unabhängig vom Thema der Messe darf sich das IAA-Fiasko nicht wiederholen. Kommerzielle Open Spaces im Rahmen von Messen soll es in München nicht mehr geben dürfen.“                                                            

Zurück