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Wie hoch hinaus wollen die Münchner:innen? Fraktion ÖDP/München-Liste fordert Ratsentscheid zur Hochhausgrenze

Die Fraktion ÖDP/München-Liste fordert in einem Antrag, dass die Landeshauptstadt München einen Ratsentscheid zur Hochhausgrenze von 100 Metern in München vorzubereitet. Die Fragestellung soll sich an dem Bürgerentscheid aus dem Jahre 2004 zu dem Thema orientieren.

Es geht hoch her in der Hochhaus-Debatte: Auf dem Areal an der Paketposthalle sollen nach dem Willen des Investors zwei Riesen-Türme mit 155 m Höhe errichtet werden. Auf Anregung der Fraktion ÖDP/München-Liste wurden am 30. September zwei Höhenballons an der Paketposthalle steigen gelassen, um die Dimension der Türme zu visualisieren.

Diese Büschl-Türme würden die Hochhaus-Höchstgrenze, die 2004 in einem Bürgerentscheid festgelegt wurde, um über ein Drittel überragen. Die Mehrheit der Münchner:innen, die sich an der Abstimmung beteiligt haben, hat damals entschieden, dass keine Häuser mehr geplant und gebaut werden dürfen, die 100 Meter überragen würden.

Es mag sein, dass dieser Bürgerentscheid rechtlich nur ein Jahr bindend war. Trotzdem sollte man, wenn man Entscheidungen trifft, die gegen den (damaligen) Bürgerwillen gehen würden, die Münchner:innen erneut zur Abstimmung bitten.

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Es ist eine Mär, dass Hochhäuser in München für mehr (bezahlbaren) Wohnraum sorgen würden. Durch Abstandsflächen und teurere Planungs- und Baukosten können maximal höchstpreisige Büroflächen entstehen. Daher muss man die Münchner:innen fragen, ob sie es hinnehmen wollen, dass sich Firmen ihre überdimensionierten ‚Visitenkarten‘ in die Münchner Skyline bauen dürfen. Wenn Grün/Rot/Schwarz gegen bestehende Bürgerentscheide handeln möchte, müssen die Bürger:innen das auch explizit genehmigen!“

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