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Pressemitteilung

Was bringen Mega-Events München wirklich?

Bei internationalen Sportgroßveranstaltungen verweist München auf wirtschaftliche Vorteile. Bei Bildung, Sozialem und Klimaschutz dominieren dagegen die Kosten die Debatte. Die Fraktion ÖDP/BK/ML kritisiert diesen doppelten Maßstab und fordert mit einer Stadtratsanfrage eine ehrliche Rechnung: Was bringen die Millionen für Mega-Events tatsächlich der Stadtkasse? Und warum wird der langfristige Nutzen von Investitionen in Münchens Klima, Kinder und Kultur nicht genauso berücksichtigt?

Gute Bildung verbessert Lebenschancen, soziale Prävention kann spätere Kosten vermeiden. Eine flexible Trainingsklasse in Münchner Mittelschulen sorgt dafür, dass Kinder und  Jugendliche wieder Vertrauen in die Bildung fassen und einen Abschluss machen können. Trotzdem wird über die Weiterfinanzierung gefeilscht. Auch für das Jugendzentrum in Freiham ist kein Geld da. Klimaschutz ist für uns überlebensnotwendig und senkt Energie- und Folgekosten. Trotzdem sollen Baustandards fallen. 

Wer öffentliche Ausgaben nach ihrem wirtschaftlichen Nutzen bewertet, muss auch diese Effekte einrechnen. Die ÖDP im Münchner Rathaus fordert, diesen Maßstab ebenso konsequent anzulegen wie bei internationalen Sportgroßveranstaltungen. Dort werden hohe Millionenbeträge als wirtschaftlicher Mehrwert angeführt. Doch volle Hotels und höhere Umsätze bedeuten noch nicht direkt höhere Einnahmen für die Stadt. Es stellt sich doch die Frage, ob die viel zitierte Umwegrentabilität wirklich real darstellbar ist. Entscheidend ist, was nach Abzug sämtlicher städtischer Kosten tatsächlich im Haushalt bleibt. Die ÖDP verlangt nun Auskunft darüber.

Auch mögliche Nachteile gehören in die Bilanz: Wer sein Freizeitbudget für Tickets und Fanartikel ausgibt, hat weniger Geld für Theater, Konzerte oder den örtlichen Verein. Hohe Hotelpreise könne

n andere Gäste abschrecken. Die Anfrage soll klären, ob München solche Effekte berücksichtigt und untersucht, wie sich die wachsende Zahl von Großveranstaltungen auf kleinere Kultur- und Sportangebote auswirkt.

Johann Sauerer, finanzpolitischer Sprecher:

„Bei Fußballfinalen, Leichtathletik-WMs und Adele-Konzerten wird jeder mögliche Folgegewinn gefeiert und dient als Rechtfertigung für die Investitionen der Stadt. Bei unseren Kindern, Infrastruktur und dem Klimaschutz wird jeder Euro hinterfragt. Diese Schieflage muss aufhören. Gute Schulen, soziale Angebote und Klimaschutz bringen München ebenfalls voran und zahlen sich auch finanziell aus. Wer Millionen für Mega-Events ausgibt, muss offenlegen, was davon wieder in die Stadtkasse gespült wird. Gerade wenn hinter den Veranstaltungen Verbände mit Milliardenumsätzen stehen. Prestige und PR-Fotos bezahlen keine Rechnung. Und Mega-Events rechtfertigen nicht, wenn bei den Menschen gespart wird, die hier leben.“

 

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