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Pressemitteilung

Hamburger Olympia-Referendum zeigt Bedeutung einer ehrlichen Debatte

Nach der deutlichen Ablehnung der Olympia-Bewerbung beim gestrigen Referendum in Hamburg sieht die Fraktion ÖDP/BK/ML die Bedeutung eines transparenten, ehrlichen und offenen Dialogs über Chancen und Risiken Olympischer Spiele bestätigt.

Eine Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger hat sich gegen eine Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen. Für die ÖDP im Münchner Rathaus zeigt dieses Ergebnis vor allem eines: Große Infrastrukturprojekte benötigen eine ehrliche und ausgewogene öffentliche Debatte. Fragen zu Kosten, Infrastruktur, Flächenverbrauch, Umweltfolgen sowie zum tatsächlichen Nutzen für die Bevölkerung müssen frühzeitig, nachvollziehbar und ohne Schönfärberei diskutiert werden. Eine einseitige Informationspolitik gefährde das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger und könne demokratische Entscheidungsprozesse verzerren.

Bemerkenswert ist auch die hohe Beteiligung am Hamburger Referendum. Mit 49,5 Prozent lag sie deutlich über der Wahlbeteiligung beim Münchner Bürgerentscheid zu Olympia im Jahr 2025 (42 Prozent).

Die ÖDP wird die weiteren Schritte im Bewerbungsprozess aufmerksam begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Interessen der Münchnerinnen und Münchner sowie der Schutz von Lebensqualität, Natur im Mittelpunkt stehen. Öffentliche Mittel sollten in der derzeitigen Haushaltskrise für Projekte eingesetzt werden, die nachhaltig der Bevölkerung zu Gute kommen.

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender ÖDP/BK/ML:

„Hamburg zeigt, wie wichtig eine ehrliche Debatte über die Chancen und Risiken Olympischer Spiele ist. Dort wurde offener und stärker auf Augenhöhe diskutiert. Das Ergebnis war eine klare Entscheidung der Bevölkerung gegen die Bewerbung. Diese Ehrlichkeit und Transparenz brauchen wir auch in München, wo die Olympia-Begeisterung derzeit deutlich höher ist. Wir werden den weiteren Prozess konstruktiv, aber auch kritisch begleiten. Sollte sich München um Olympische Spiele bewerben, muss sichergestellt sein, dass die Bevölkerung langfristig und nachhaltig profitiert.“

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