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Pressemitteilung

Olympiabewerbung: Ein bisschen Glanz, wenig dauerhafter Nutzen für München

Der Münchner Stadtrat hat heute mehrheitlich das Konzept für die Olympiabewerbung beschlossen. Die Fraktion ÖDP/BK/ML akzeptiert selbstverständlich den Ausgang des Ratsentscheids, kritisiert jedoch die Ausarbeitung des Konzepts. Diese mangelt an Substanz und einem konkreten Finanzierungsplan. Für die Münchner:innen würden die olympischen Spiele keine Verbesserung der Lebensqualität bedeuten.

Aus Sicht der Fraktion ÖDP/BK/ML bleibt die Bewerbung weit hinter den Erwartungen zurück. Gerade für eine weiter wachsende Millionenstadt seien die angekündigten Maßnahmen nicht ausreichend, um die großen Herausforderungen bei Verkehr, Infrastruktur und Lebensqualität zu lösen. Insbesondere im Mobilitätsbereich fehle es an Ambition, Verbindlichkeit und Finanzierung. Es sei unwahrscheinlich, dass große Bauvorhaben rechtzeitig zu den olympischen Spielen fertig seien.

Auch der versprochene olympische Mehrwert bleibe aus. Anders als bei den Spielen von 1972 seien kaum dauerhafte Verbesserungen für den Breitensport oder die Stadtentwicklung vorgesehen. Weder entstehe ein neuer Olympiapark noch würden neue Schwimmbäder oder weiterhin öffentlich nutzbare Sportanlagen gebaut. Auch der olympische Glanz droht durch umfangreiche Sicherheitszonen, Absperrungen und Einschränkungen im öffentlichen Raum ziemlich blass ausfallen.

Darüber hinaus seien zentrale Fragen weiterhin ungeklärt. Besonders kritisch sieht die ÖDP die offene Situation rund um die SEM Nordost, die als Ultima Ratio eben doch Enteignungen vorsieht. Solange dort grundlegende Konflikte ungelöst seien, wirkten viele olympische Entwicklungsversprechen unglaubwürdig.

Statement Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender der Fraktion ÖDP/BK/ML:

„Demokratie bedeutet auch, Mehrheiten anzuerkennen. Doch bloß weil die Mehrheit der Münchner:innen für Olympia ist, heißt das nicht, dass die Bewerbung auch gut gemacht ist. Diese Olympiabewerbung bleibt weit hinter den Versprechen zurück und bringt München kaum voran. Wer Olympische Spiele veranstalten will, müsste die Stadt wirklich modernisieren und einen echten Aufbruch gestalten. Doch genau das passiert nicht. Zehn Mobilitätsmaßnahmen reichen für eine Millionenstadt nicht aus. Die Pläne bleiben vage, unverbindlich und nicht durchfinanziert. Für die Münchner:innen und Münchner bleibt vom versprochenen olympischen Glanz kaum etwas übrig. Und sollte doch eine andere Stadt für Deutschland in die internationale Bewerbung starten dürfen, steht unser neuer Oberbürgermeister erschreckend blank da. Ohne die sagenumwobenen Olympia-Gelder

bleiben von seinem Aufbruch maximal ein laues Lüftchen und schöne PR-Videos.“

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