Pressemitteilung
Schulbus-Chaos für Kinder mit Förderbedarf muss enden!
Seit Anfang des Schuljahrs wissen viele Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf nicht, wie ihre Kinder in die Förderzentren kommen sollen. Kurzfristig wurden sie aufgefordert, dass sie mindestens für zwei Wochen den Transport von und zur Schule selbst organisieren sollen. Die Landeshauptstadt München (LHM) habe wohl vergessen, die Beförderung der Kinder auszuschreiben und zu organisieren. Die Eltern haben keinerlei Informationen, wie es nun weitergehen soll, berichtet der gemeinsame Elternbeirat für die Förderzentren der LHM.
Die Fraktion ÖDP/München-Liste im Stadtrat fordert die Landeshauptstadt München auf, schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Busbeförderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf sicherzustellen.
Die ausgebliebene Ausschreibung der Buslinien hat zu einer sehr belastendenden Situation geführt: Eltern müssen den Transport selbst organisieren, was für viele aufgrund von Arbeitszeiten, Betreuungsverpflichtungen und finanziellen Einschränkungen kaum möglich ist. Zudem drohen bereits arbeitsrechtliche Konsequenzen, wenn Eltern durch den fehlenden Transport vermehrt ausfallen. Die Lage ist unhaltbar und erfordert eine sofortige Übergangslösung – zum Beispiel in Form von Taxis.
Die ÖDP/München-Liste fordert, dass die Stadt ihrer Verantwortung gerecht wird und umgehend dafür sorgt, dass kein Kind wegen organisatorischer Fehler von der Teilhabe am Schul- und Sozialleben ausgeschlossen wird. Außerdem müsse die Kommunikation mit den Eltern deutlich verbessert werden.
Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender:
"Wir können nicht akzeptieren, dass Familien mit Kindern, die auf Förderzentren angewiesen sind, über Wochen hinweg im Stich gelassen und nicht ausreichend informiert werden. Hier wurde ein Planungsfehler gemacht, der auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen wird – das muss sofort behoben werden. Die Stadt hat die Verantwortung, für einen reibungslosen Schulweg zu sorgen. Notfalls müssen Übergangslösungen wie Taxis zur Verfügung gestellt werden."