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Pressemitteilung

Politische Kontrolle und Transparenz bei der Münchner Wohnen wiederherstellen!

Die ÖDP im Münchner Rathaus fordert die vollständige politische Aufklärung über eine europaweite Ausschreibung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Münchner Wohnen für externe Management und PR Beratung. Nach Medienberichten sollen dafür bis zu zwei Millionen Euro ausgegeben werden. Brisant ist dabei vor allem, dass weder der Aufsichtsrat noch der Oberbürgermeister über die Ausschreibung informiert worden sein sollen.

 

Die Fraktion ÖDP/ML beantragt, dass die Geschäftsführung der Münchner Wohnen in der nächsten Vollversammlung offenlegt, warum eine externe Krisen- und Kommunikationsberatung ausgeschrieben wurde, wie hoch die Kosten eingeschätzt werden, wer wann wie konkret darüber informiert wurde und weshalb bestehende interne Strukturen offenbar nicht ausreichen.

 

Die Münchner Wohnen verwaltet rund 71 000 Wohnungen und trägt Verantwortung für etwa 150 000 Mieterinnen und Mieter. Seit der Fusion von GWG und GEWOFAG ist das Unternehmen jedoch immer wieder durch massive Probleme aufgefallen. Verfehlte Neubauziele, Baustellenstillstände, fehlerhafte Heizkostenabrechnungen und eine auffällige Fluktuation in der Geschäftsführung haben das Vertrauen vieler Mieter:innen erschüttert.

 

Statt diese strukturellen Probleme endlich anzugehen, setzt die Geschäftsführung offenbar auf externe PR Beratung zur Begleitung von Krisen. Aus Sicht der ÖDP ist das ein fatales Signal. Gute Kommunikation ersetzt keine gute Führung. Vertrauen entsteht nicht durch Beraterverträge, sondern durch Verlässlichkeit, Transparenz und funktionierende Abläufe.

 

Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass eine strategisch und finanziell relevante Entscheidung dieser Größenordnung ohne Einbindung der zuständigen politischen Gremien getroffen wurde. Wenn Aufsichtsrat und Oberbürgermeister nicht informiert sind, ist die demokratische Kontrolle einer städtischen Gesellschaft nicht mehr gewährleistet.

 

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Die Münchner Wohnen hat nicht bloß ein Kommunikationsproblem, sondern ein Führungsproblem. Zwei Millionen Euro für PR Beratung sind ein Schlag ins Gesicht der Mieter:innen, die seit Jahren mit Baustellenstillstand, überforderten Geschäftsführern und falschen Abrechnungen kämpfen. Lassen der Oberbürgermeister und der Aufsichtsrat es wirklich auf sich sitzen, dass sie bei Millionen-Aufträgen außen vor bleiben? Hier läuft politisch grundlegend etwas schief. Wir erwarten, dass endlich Verantwortung übernommen wird. Der aktuelle Geschäftsführer hat wiederholt gezeigt, dass er überfordert ist. Es ist Zeit, dass er seinen Hut nimmt.“

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