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Pressemitteilung

Von München geehrt - jetzt vor dem Aus: Rettet den Lebenshof Alte Mühle

Die Fraktion ÖDP/ML setzt sich in einem Antrag für den Erhalt des Lebenshofs Alte Mühle Bruck ein. Dieser Hof ist ein zentraler Ort für tiergestützte Therapie, Inklusion und Umweltbildung für Münchner Kinder, steht vor dem Aus. Obwohl der Hof im Landkreis Ebersberg liegt, wird er seit vielen Jahren intensiv von Münchner Familien, Schulen und sozialen Einrichtungen genutzt. Rund 100 bis 120 Kinder nehmen dort regelmäßig an heilpädagogischen und tiergestützten Angeboten teil. Im vergangenen Sommer hat die Landeshauptstadt München die Betreiberin des Hofes, Regina Peter, für 15 Jahre herausragende Ferienbetreuung für Münchner Kinder ausgezeichnet.

 

Dem mehrfach gewürdigten Projekt droht nun die Schließung. Die bestehenden Stallungen befinden sich in einer Hochwasser Ausweichfläche und müssen aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Die Duldung dieser Altställe läuft noch in diesem Jahr aus. Der dringend benötigte Ersatzbau ist als Reha und Seniorenstall für alte, kranke und gerettete Ponys geplant. Er soll hochwassersicher, direkt angrenzend und ohne zusätzlichen Flächenverbrauch errichtet werden. Trotz eines fachlich abgestimmten, nachhaltigen Stallkonzepts liegt die erforderliche Genehmigung bislang nicht vor.

 

Für viele Münchner Kinder hätte dies erhebliche Folgen. Der Lebenshof ist nicht nur ein Ort des Kontakts mit Tieren, sondern bietet Stabilität, Therapie und emotionale Unterstützung. Besonders profitieren Kinder mit emotionalen, körperlichen oder sozialen Belastungen sowie benachteiligte, geflüchtete oder traumatisierte Jugendliche. Neben dem hohen sozialen Nutzen leistet der Hof auch einen wichtigen ökologischen Beitrag. Durch extensive Weidenutzung werden Artenvielfalt und Biodiversität gefördert, unter anderem zugunsten von Wiesenbrütern wie Kiebitz und Feldlerche.

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender:

„Es ist ein Skandal, dass ein Lebenshof, den die Stadt München selbst ausgezeichnet hat und der seit Jahren unverzichtbare Arbeit für Münchner Kinder leistet, nun ausgerechnet an Bürokratie und Genehmigungsverfahren zu scheitern droht. Das ist politisches Versagen. Wir erwarten vom Oberbürgermeister, dass er seine Beziehungen nutzt und sich aktiv einschaltet. Wer von diesem Angebot profitiert, darf sich nicht hinter Zuständigkeiten verstecken, nur weil der Hof außerhalb der Stadtgrenze liegt. Es braucht politischen Druck, klare Vermittlung auf Landes- und Behördenebene und den Willen, Lösungen durchzusetzen. Wir stehen an der Seite der Kinder und Tiere und werden alles tun, um dieses vorbildliche soziales und ökologische Projekt zu unterstützen.“

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