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Pressemitteilung

Alle Jahre wieder: Warum türmt sich Laub auf den Geh- und Radwegen?

Auch in diesem Herbst türmen sich wieder Laubhaufen auf Münchens Geh- und Radwegen, mitten an Kreuzungen, Einmündungen oder Gehwegabsenkungen. Besonders störend oder gar gefährlich ist das für Menschen, die im Straßenverkehr auf Barrierefreiheit angewiesen sind: Kinder, Senior:innen und Menschen mit Seh- oder Mobilitätseinschränkungen. Die Fraktion ÖDP/ML möchte mit einer Anfrage aufklären, warum das Laub trotz aller Versprechungen immer noch auf Geh- und Radwegen gelagert wird.

 

Das Problem ist seit Jahren bekannt. Immer wieder hat die Stadt versprochen, die Ablagerung von Laub auf Gehwegen besser zu regeln und gefährliche Stellen zu vermeiden. Trotzdem werden jedes Jahr wieder Missstände beobachtet.

 

Die Fraktion ÖDP/ML hat deshalb eine Anfrage an den Oberbürgermeister gestellt. Sie will wissen, wie das Baureferat sicherstellt, dass das Laub nicht mehr auf Gehwegabsenkungen oder Querungsstellen abgeladen wird, welche Anweisungen aktuell gelten und warum trotz mehrfacher Zusagen immer noch solche Gefahrenstellen entstehen.

 

In den sozialen Netzwerken häufen sich die Beschwerden. Kritische Stimmen wurden vor allem in Neuhausen/Nymphenburg laut. Dort wurden riesige Laubhaufen in der Nähe von Kindergärten, Arztpraxen, dem Krankenhaus und dem Blindeninstitut gelagert. Gerade dort hätte die Stadt mit mehr Umsicht vorgehen müssen.

 

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Natürlich haben wir Verständnis dafür, dass das Baureferat das Laub nicht sofort und überall gleichzeitig wegschaffen kann. Doch gerade dort, wo Blinde, Kinder oder ältere Menschen unterwegs sind, müsste die Stadt alles für mehr Verkehrssicherheit tun. Stattdessen lagert sie genau dort Laubhaufen auf den Geh- und Radwegen. Die Stadt muss endlich nachbessern. Wir brauchen klare Vorgaben und Kontrollen, damit sich solche Situationen nicht jedes Jahr wiederholen. Sensible Orte wie Schulen, Seniorenheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sollten bei der Reinigung und Räumung künftig Vorrang haben.“

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