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Pressemitteilung

Ami-Siedlung: ÖDP fordert sofortigen Stopp der Abrisspläne – „Wer hier die Geschichte plattmacht, zerstört Münchens Seele“

Die Fraktion ÖDP/ML unterstützt den Einsatz der Anwohner:innen der sogenannten Ami-Siedlung am Perlacher Forst mit Nachdruck und fordert die Stadt auf, die geplante Nachverdichtung sofort zu stoppen. Statt 15 Zeilenbauten abzureißen und 300 Bäume zu fällen, müsse endlich erkannt werden, dass hier ein Stück Münchner Geschichte und städtebauliche Identität auf dem Spiel steht.

 

Die ehemalige US-Wohnsiedlung am Perlacher Forst ist ein einzigartiges Zeugnis der Nachkriegsmoderne. Sie steht für Licht, Luft, Freiraum und eine menschliche Dimension des Bauens – Prinzipien, die heute als ökologische und soziale Leitbilder gelten.

 

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) will dennoch große Wohnblöcke errichten und den alten Baumbestand weitgehend beseitigen. Die ÖDP verweist auf das von der Architektin Wiebke Elbert erstellte Gutachten, das den Ensembleschutz der Siedlung eindeutig begründet.

 

Mit einem neuen Stadtratsantrag fordert die ÖDP/ML nun, alle Abriss- und Nachverdichtungspläne auszusetzen, bis das Verfahren zum Ensembleschutz abgeschlossen ist. Außerdem solle ein alternatives Konzept für Sanierung und Umnutzung des Bestands entwickelt werden.

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Wer hier die Geschichte plattmacht, zerstört Münchens Seele. Die Ami-Siedlung ist kein verfallener Altbestand, sondern ein Stück Stadtgeschichte, das durchgrünt, maßvoll, lebenswert ist. Hier wurde gebaut, was heute in Sonntagsreden als 'nachhaltig' gilt. Es wäre eine Schande, wenn die Strukturen und der Charakter der Siedlung zerstört würde. Statt 300 Bäume zu fällen, sollten wir lieber 300 Argumente für den Erhalt finden.“

 

 

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