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Pressemitteilung

Chancen der CO₂-Abscheidung in neuer Müllverbrennungsanlage prüfen

Die Fraktion ÖDP/ML setzt sich dafür ein, dass bei der Planung der neuen Müllverbrennungsanlage am Heizkraftwerk Nord (NaThAN) die Möglichkeiten moderner CO-Abscheidung und -Verwendung umfassend geprüft werden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) soll eine Markterkundung durchführen, um regionale und bayernweite Abnehmer zu identifizieren. Dadurch würde die thermische Verwertung des Münchner Abfalls kreislaufgerechter und klimafreundlicher.

 

In anderen europäischen Ländern, insbesondere in den Niederlanden, wird CO aus Müllverbrennungsanlagen bereits seit mehreren Jahren erfolgreich abgeschieden und industriell weiterverwendet. Auch in Deutschland laufen entsprechende Pilotprojekte. Für München gäbe es Potenziale, ähnliche Ansätze zu prüfen, um unvermeidbare Emissionen künftig sinnvoll zu reduzieren.

 

Es gibt bereits konkrete Anwendungen, die zeigen, wie abgeschiedenes CO sinnvoll weiterverwendet werden kann:

  • Nutzung im Pflanzenbau:
    In den Niederlanden wird CO
    aus Müllverbrennungsanlagen direkt in Gewächshäuser geleitet, wo es das Pflanzenwachstum fördert.
  • Chemische Grundstoffe:

CO dient beispielsweise als Rohstoff für Methanol, das etwa für Kunststoffe oder Lacke verwendet werden kann.

  • Baustoffherstellung:
    CO
    kann mineralisiert und dauerhaft in Beton oder Recyclingbaustoffen gebunden werden. Dadurch wird es nicht in die Atmosphäre freigesetzt und ersetzt teilweise Primärrohstoffe.

 

Diese Beispiele zeigen, dass CO-Abscheidung nicht nur eine klimapolitische Frage ist, sondern auch wirtschaftliche Chancen bietet. Neben positiven Effekten für Umwelt- und Ressourcenschutz könnten langfristig auch Gebührenstabilität und eine effizientere Nutzung von Reststoffen eine Rolle spielen.

Nicola Holtmann, umwelt- und kommunalpolitische Sprecherin:
„Unser Ziel ist es, dass so viel Abfall vermieden wird, wie möglich. Unvermeidbarer, nicht recyclingfähiger Müll wird thermisch verwertet. Dabei möchten wir, dass München bei der neuen Müllverbrennungsanlage alle Möglichkeiten moderner Umwelttechnik im Blick behält. CO-Abscheidung und -Nutzung können einen Beitrag dazu leisten, unvermeidbare Emissionen sinnvoll zu reduzieren. Gerade weil es international bereits erfolgreiche Beispiele gibt, sollten wir prüfen, welche dieser Ansätze für München geeignet sind.“

 

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