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Pressemitteilung

Faire Spielregeln für Münchens Stadtführer – Transparenz statt Wettbewerbsverzerrung!

Ist es eine städtische Aufgabe, Stadtführungen für Touristen zu veranstalten? Die privaten Guides sagen „Nein“ und haben eine Petition gestartet, die schon über 3000-mal unterschrieben wurde. Dennoch führt das Münchner Tourismusamt, trotz angespannter Haushaltslage, weiterhin Ausbildungen für angehende Touristenführer:innen durch, bietet verschiedenste Führungen an und bewirbt diese mit städtischen Geldern. Die privaten Anbieter:innen fühlen sich ausgebootet.

Jetzt erreicht die Debatte den Münchner Stadtrat. Die ÖDP im Münchner Rathaus fordert mit einer Anfrage umfassende Transparenz und beantragt die Einberufung eines Runden Tisches. Im Kern geht es um eine grundsätzliche Frage: Darf das Wirtschaftsreferat mit eigenen Angeboten in direkte Konkurrenz zur heimischen Wirtschaft treten?

München verfügt seit Jahrzehnten über einen etablierten, qualifizierten und vielfältigen Markt selbstständiger Gästeführer:innen. Dennoch bietet München-Tourismus selbst Stadtführungen an, bewirbt diese über städtische Kanäle und nutzt damit strukturelle Vorteile der öffentlichen Hand.

 

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Das Wirtschaftsreferat darf nicht in Konkurrenz zur heimischen Wirtschaft treten. Wenn qualifizierte, selbstständige Guides seit Jahrzehnten erfolgreich arbeiten, muss die Stadt sehr genau erklären, warum sie selbst immer intensiver als Anbieter auftritt. Die Kommune hat andere Kernaufgaben, als mit Marketingmacht und organisatorischen Vorteilen in einen funktionierenden Markt einzugreifen. Wir erwarten volle Transparenz über Zahlen, Kosten und Vergabepraxis. Von dem Runden Tisch erhoffen wir uns, dass klare, faire Spielregeln erarbeitet werden. Die Stadt sollte Rahmen setzen, Qualität sichern und Ansprechpartnerin sein, aber nicht den privaten Markt verdrängen.“

 

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