Pressemitteilung
Flexible Trainingsklasse (FTK) an der Wittelsbacherstraße dauerhaft sichern und ausweiten – Stadt muss Verantwortung übernehmen
Die Flexible Trainingsklasse (FTK) an der Mittelschule an der Wittelsbacherstraße ist seit Jahren ein erfolgreiches und unverzichtbares Angebot für Kinder und Jugendliche, die im regulären Schulsystem zeitweise nicht zurechtkommen. Durch intensive Betreuung gelingt es dort, Schülerinnen und Schüler zu stabilisieren und ihnen die Rückkehr in Regelklassen zu ermöglichen. Nach Schätzungen des Elternbeirats liegt die Erfolgsquote bei über 85 Prozent.
Angesichts steigender psychischer Belastungen und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen wächst der Bedarf an solchen spezialisierten Angeboten kontinuierlich. Umso problematischer ist es, dass die Finanzierung der FTK bislang jedes Jahr neu verhandelt werden muss. Diese Unsicherheit belastet nicht nur die beteiligten Lehr- und Fachkräfte, sondern vor allem die Schülerinnen und Schüler, die auf verlässliche Strukturen angewiesen sind.
Es ist richtig und wichtig, an die Bayerische Staatsregierung und an die Regierung von Oberbayern zu appellieren, den Erhalt weiterer Standorte wie der FTK im Waisenhaus sicherzustellen. Gleichzeitig darf sich die Stadt München nicht aus ihrer eigenen Verantwortung stehlen. Als Vorreiterin dieses Modells muss die Landeshauptstadt zunächst ihre eigenen Hausaufgaben machen und die Finanzierung der FTK an der Wittelsbacherstraße dauerhaft absichern.
Darüber hinaus braucht es eine klare Perspektive für den Ausbau des Angebots. Die jährlichen Kosten von rund 250.000 Euro sind gut investiert: Sie verhindern Bildungsabbrüche, entlasten Familien und vermeiden langfristig deutlich höhere Folgekosten im Jugendhilfe- und Sozialsystem.
Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Es ist richtig, den Freistaat und die Regierung von Oberbayern in die Pflicht zu nehmen. Aber die Stadtregierung muss zuerst selbst handeln. Die Flexible Trainingsklasse an der Wittelsbacherstraße ist ein bewährtes Erfolgsmodell. Sie muss endlich dauerhaft gesichert und angesichts des steigenden Bedarfs konsequent ausgeweitet werden. Kindern und Jugendlichen jedes Jahr aufs Neue die Angst vor dem Aus ihres Schulangebots zuzumuten, ist nicht akzeptabel.“