Pressemitteilung
Mehr Grün statt Beton auch am Hauptbahnhof!
Der neue Münchner Hauptbahnhof ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre und das zentrale Eingangstor zur Landeshauptstadt. Die Fraktion ÖDP/ML fordert jetzt eine grundlegende Überarbeitung der bisherigen Planungen für den Bahnhofsvorplatz und die angrenzenden Straßenräume. Ziel ist es, deutlich mehr Bäume und zusammenhängende Grünstrukturen zu schaffen, um Hitzeinseln zu vermeiden und mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen.
Nach den bislang bekannten Entwürfen droht das Umfeld des Hauptbahnhofs überwiegend aus versiegelten Verkehrs- und Aufenthaltsflächen zu bestehen. In den Plänen sind nur vereinzelte Baumpflanzungen eingezeichnet. Aus Sicht der ÖDP im Münchner Rathaus ist diese Gestaltung weder zeitgemäß noch zukunftsfähig. Gerade angesichts zunehmender Hitzebelastung in der Stadt brauche München klimaresiliente Stadträume mit ausreichend Schatten, Kühlung und Aufenthaltsqualität.
Internationale Beispiele zeigen, dass moderne Bahnhofsprojekte längst auf großzügige Begrünung setzen. München hingegen laufe Gefahr, eine der wichtigsten Visitenkarten der Stadt als Beton- und Asphaltfläche zu gestalten. Dabei bietet der aktuelle Planungsstand die Chance, zusätzliche Bäume und Grünflächen ohne große Mehrkosten von Anfang an mitzudenken.
Die Fraktion beantragt daher, die Planungen so zu überarbeiten, dass der Hauptbahnhofsvorplatz als grünes Stadtraum-Entrée gestaltet wird und, dass deutlich mehr Bäume, entsiegelte Flächen und zusammenhängenden Grünstrukturen eingeplant werden. Ein solcher Ansatz wäre nicht nur ein Gewinn für das Stadtklima, sondern auch für die Aufenthaltsqualität und das Image Münchens.
Sonja Haider, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:
„Der Hauptbahnhof ist das erste, was Millionen Menschen von München sehen. Wenn wir hier vor allem Beton und Asphalt bieten, verspielen wir eine riesige Chance. Ein grünes Bahnhofsentrée ist kein Luxus, sondern eine notwendige Investition in Klimaschutz, Lebensqualität und ein zukunftsfähiges Stadtbild. Was wir am Marienplatz mühsam nachträglich diskutieren, müssen wir am Hauptbahnhof von Anfang an richtig machen.“