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Pressemitteilung

Mehr Lebensraum fürs Münchner Spatzen

Die Fraktion ÖDP/ML nimmt den Spatz unter ihre Fittiche. In den letzten vierzig Jahren haben wir in Europa über 250 Millionen Spatzen verloren. München ist die die Stadt mit den wenigsten Spatzen in Bayern.Heute hat die ÖDP/ML drei Anträge eingebracht, die den Haussperlingen mehr Lebensraum bieten und bei den Münchner:innen mehr Bewusstsein für Artenvielfalt im urbanen Raum schaffen soll. Konkret werden folgende Punkte vorgeschlagen:

 

Förderprogramm für spatzenfreundliches Wohnen

In einem ersten Schritt soll die Stadtverwaltung ein Förderprogramm „Spatzenfreundliches Wohnen“ auflegen. Hauseigentümer:innen sollen Zuschüsse für den Einbau von Niststeinen und die Pflanzung heimischer Hecken erhalten. Moderne Gebäude bieten leider kaum noch Nischen für Gebäudebrüter, und der Haussperling steht mittlerweile auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Ein relativ günstiges Zuschussprogramm könnte für unsere gefiederten Mitbürger große Wirkung entfalten.

 

Quartiers-Spatz – Pilotprojekt für ganze Stadtviertel

Mit dem Projekt „Quartiers-Spatz“ möchte die Fraktion ÖDP/ML zudem in mehreren Stadtvierteln (etwa in Moosach, in der Au oder im Westend) Pilotflächen schaffen, auf denen Blühwiesen, Hecken, Wasserstellen und Nistplätze kombiniert werden. Das Ziel: Spatzenkolonien sollen artgerechte Lebensräume finden. Begleitende Monitoring-Projekte in Kooperation mit dem LBV sollen zeigen, welche Maßnahmen besonders erfolgreich sind. Vorbild ist Paris, die mit den „Quartiers Moineaux“ auch für Spatzen zur Stadt der Liebe geworden ist.

 

Spatzen machen Schule

Der dritte Antrag „Spatzen machen Schule“ zielt darauf ab, Bildungseinrichtungen spatzenfreundlich zu gestalten. Schulen und Kitas sollen nach und nach mit Nistplätzen, Hecken und Infomaterialien ausgestattet werden. Einrichtungen, die sich beteiligen, könnten als „Spatzenfreunde“ ausgezeichnet werden. Damit werden Kinder und Jugendliche spielerisch für Artenschutz sensibilisiert und können die Natur wieder direkt vor der Haustür erleben.

 

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender: „Der Spatz musste in den letzten Jahren Federn lassen. Durch massive Eingriffe in seinen Lebensraum wurde die Zahl der ehemals zahlreichen Vögel stark dezimiert und er steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Der sprichwörtliche „Spatz in der Hand“ braucht dringend unsere Hilfe, damit sich seine Population wieder erholt. Deshalb wollen wir die Sperlinge unter unsere Fittiche nehmen.“

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