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Pressemitteilung

Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf: Endlich Werkswohnungen in Laim

Die ÖDP im Münchner Rathaus begrüßt, dass auf dem ehemaligen Trambetriebshof an der Westendstraße in Laim endlich Werkswohnungen der Stadtwerke München (SWM) entstehen. Gleichzeitig übt sie allerdings auch scharfe Kritik daran, dass Stadt und SWM dieses zentrale städtische Grundstück über Jahrzehnte praktisch ungenutzt gelassen und damit wertvolle Zeit im Kampf gegen Wohnungsnot und Personalmangel verschenkt haben.

Auf dem Areal des früheren Tram- und Busbetriebshofes entstehen im ersten Bauabschnitt 212 neue SWM-Werkswohnungen sowie eine Kindertagesstätte. Sie sind der Auftakt für den größten Werkswohnungsstandort in der Geschichte der SWM mit insgesamt 630 Wohnungen.

Der Trambahn-Betriebshof an der Westendstraße wurde im Mai 1993 stillgelegt. Erst nach fast 33 Jahren erfolgt nun der Spatenstich. In dieser Zeit lag eines der wertvollsten städtischen Filetgrundstücke Münchens direkt an der U-Bahn-Haltestelle Westendstraße brach. Währenddessen verschärfte sich die Wohnungsnot für Beschäftigte städtischer Betriebe Jahr für Jahr.

Allerdings ist mit dem früheren Betriebshof auch wichtige Infrastruktur für Tram und Bus im Münchner Westen verloren gegangen. Gerade wer die Verkehrswende ernst meint, muss auch Flächen für den öffentlichen Nahverkehr einplanen. Neue Tram- und Buslinien brauchen Betriebshöfe. Durch leisere Technik wäre eine Kombination von Wohnen und Betriebshof möglich gewesen.“

Tobias Ruff, Fraktionsvorsitzender:
„Der Oberbürgermeister küsst heute ein Grundstück wach, dass über 30 Jahre im Dornröschenschlaf brach gelegen ist. Dass auf dem ehemaligen Trambetriebshof in Laim endlich Werkswohnungen entstehen, ist richtig und wichtig. Aber man muss es klar benennen: Stadt und SWM haben hier jahrzehntelang versagt. Ein städtisches Filetgrundstück direkt an der U-Bahn liegen zu lassen, während Beschäftigte händeringend Wohnraum suchen und Grünflächen en masse betoniert wurden, ist politisches Versagen. Hunderte Familien hätten hier längst wohnen können.“

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